Blitzdiät oder Entwässerungskur? Wie funktioniert die Reisdiät?

Was ist die Reisdiät?

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Die Reisdiät gilt als Blitzdiät, weil man mit Ihr schnell viel Gewicht verliert. Anders als z.B. bei der Ananas Diät dürfen bei der Reisdiät jedoch noch zahlreiche weitere Lebensmittel konsumiert werden. Vom Reis gibt es jeden Tag zwei größere Portionen.

Wie funktioniert die Reisdiät?

Die Reisdiät ist eine fettarme Diät. An Kohlenhydraten wird hingegen nicht gespart, besteht Reis doch weit überwiegend aus ihnen. Damit gehört die Reisdiät zu jenen Diäten, bei denen nur einer der beiden Hauptenergieträger (Kohlenhydrate, Fette) vermindert wird. Aktuell stehen zwar vor allem die kohlenhydratverminderten Diäten im Mittelpunkt des Interesses, aber auch mit reichlich Kohlenhydraten und dafür weniger Fett kann man abnehmen. Kohlenhydratreiche Diäten haben den Vorteil, dass man sich aufgrund des viel größeren Angebots an kohlenhydratreichen Lebensmitteln leichter abwechslungsreich ernähren kann, als bei eiweiß- und fettreichen Diäten.

Bei den Kohlenhydraten der Reisdiät gibt es aber eine Einschränkung. Auf süße Zucker als Zusatz oder Bestandteil der Lebensmittel wird bei der Reisdiät verzichtet. Das hat jedoch keinen Diät-Effekt, weil man dafür ja umso mehr komplexe Kohlenhydrate zu sich nehmen kann.

Die Zuckerfreiheit hat eigentlich eine andere Ursache mit dem Abnehmen anfangs nichts zu tun. Ursprünglich wurde die Reisdiät aus rein gesundheitlichen Gründen z.B. zur Senkung des erhöhten Blutzuckers und des erhöhten Blutdrucks konzipiert. Zur Senkung des erhöhten Blutdrucks wird in der Reisdiät weitgehend auf Salz verzichtet. Die salzarme Ernährung verbunden mit dem hohen Kalium-Gehalt des Reises führt zu einer starken Entwässerung des Körpers. Erst durch den dadurch bewirkten Gewichtsverlust kam man auf die Idee, die zuckerfreie und salzarme Gesundheitsernährung zur Abnehm-Diät auszubauen.

Welcher und wieviel Reis ist bei der Reisdiät erlaubt?

Im Zentrum der Ernährung steht natürlich der Reis. Zwei ca. 200 g Portionen soll man davon pro Tag zu sich nehmen – bevorzugt Vollkornreis. Darüber hinaus sind Obst, Gemüse, Vollkornprodukte sowie mageres Fleisch, magerer Fisch sowie fettarme Milchprodukte zulässig. Für diese gibt es keine Obergrenze – man kann sich also daran satt essen.

Was ist bei der Reisdiät tabu?

Fett soll bei der Reisdiät, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen zu sich genommen werden. Verzichtet werden soll zudem auf süßen Zucker und Salz. Gewürzt wird daher mit Kräutern als Salzersatz.

Wie lange dauert die Reisdiät?

Je nachdem wieviel Sie abnehmen wollen, kann die Diät über mehrere Wochen durchgeführt werden. Doch es werden gerade für die Reisdiät auch einzelne Crash Diät Tage (z.B. ein bis drei Tage) propagiert, weil man durch den Wasserverlust vor allem in den ersten Diät-Tagen besonders viel Gewicht verliert.

Wie mache ich eine Reisdiät? Wie sieht der Diätplan aus?

Der grundsätzliche Diätplan der Reisdiät erinnert an einen Fastenplan. Er beginnt ebenso mit einer Einleitungsphase, setzt sich fort mit der eigentlichen Abnehmphase und klingt schließlich mit einer Erhaltungsphase aus.

Während der einwöchigen Einleitungsphase werden besonders wenig Kalorien zu sich genommen.
In den folgenden Wochen der Abnehmphase darf zusätzlich etwas mehr vom mageren Fisch, mageren Fleisch, Eiern oder Magermilchprodukten sein.
Wenn das Wunschgewicht mit der Reisdiät erreicht ist, beginnt die Erhaltungsphase. Die Kalorienzufuhr darf nun langsam erhöht werden, bis man nicht weiter abnimmt. Jetzt sind auch z.B. fettarmer Käse, Oliven oder Nüsse erlaubt.
Die Erhaltungsphase ist als Dauer-Ernährungsplan der Reisdiät gedacht. Wer unter Diabetes oder Bluthochdruck leidet, soll sich damit „gesünder“ ernähren.

Was bringt eine Reisdiät? Wieviel kann man damit abnehmen?

Das lässt sich nicht ohne weiteres sagen. Weil bei der Reisdiät die kohlenhydratreichen Lebensmittel unbeschränkt gegessen werden dürfen, kann die Kalorienzufuhr sehr unterschiedlich sein. Doch um Ihnen eine Orientierung zu geben, gehen wir einmal beispielhaft von einer täglichen Kalorienzufuhr von 1.500 kcal aus. Das erscheint realistisch, weil bei Diäten, bei den sowohl auf Fette, als auch auf Kohlenhydrate verzichtet wird, die tägliche Kalorienaufnahme typischerweise bei etwa 1.000 kcal liegt. Wenn Sie also bei der Reisdiät täglich 1.500 kcal aufnehmen, kommen Sie pro Woche bei nur leichter körperlicher Aktivität auf etwa gut ein halbes bis ein Kilogramm Fettabbau – je nach Geschlecht und Ausgangsgewicht.

Die Waage wird bei der Reisdiät aber viel mehr Gewichtsverlust anzeigen. Das liegt an dem entwässernden Effekt, der leichter macht, ohne Fett abzubauen. Aus diesem Grund halten viele die Reisdiät für eine Crash Diät, was sie aber tatsächlich gar nicht ist. Auch auf dieser WebSite wird die Reisdiät bei den Blitzdiäten aufgeführt, aber nur deshalb, weil sie dort von den meisten Lesern und Leserinnen erwartet wird – nicht aber, weil sie es tatsächlich wäre.

In der Entwässerung liegt auch das Hauptproblem der Reisdiät. Damit wird nicht nur ein Diät-Erfolg vorgegaukelt, der keiner ist, bzw. der nicht so groß ist, wie er erscheint. Dehydrierung ist auch nicht nur gesund. Natürlich lässt sich damit vorübergehend Blutdruck senken, sofern dieser durch zu viel Wasser in den Gefäßen ausgelöst wurde. Auf der anderen Seite verdickt Entwässerung das Blut, verschlechtert dadurch die Sauerstoffversorgung des Körpers und erhöht das Risiko von Embolien, Thrombosen, Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Wer dennoch eine Reisdiät machen möchte, könnte einen übermäßigen Salzverlust und die dadurch ausgelöste Dehydrierung durch eine regelmäßig eingenommene Brühe entschärfen. Das entspricht natürlich nicht der reinen Lehre. Aber wo steht schon geschrieben, dass man Diäten nicht nach den eigenen Bedürfnissen modifizieren darf?

 


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